Affektive Störungen (Depression, Manie)

Bei einer Depression leiden die Betroffenen unter einem anhaltenden Gefühl der Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit, zunehmender Freudlosigkeit und dem Verlust von Interesse an Dingen, die vor der depressiven Erkrankung Freude bereitet haben. Die Symptomatik ist oft verknüpft mit einer Kraftlosigkeit, Konzentrationsstörungen, reduziertem Antrieb und einem Gefühl der allgemeinen Überforderung. Die Betroffenen haben ein Gefühl der Perspektivlosigkeit bis hin zu Selbstmordgedanken. Schuldgefühle und Selbstvorwürfe sind innerhalb einer depressiven Erkrankung typisch. Oft kommt es zu einer Selbstisolierung und Alkohol und Drogenmissbrauch.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Depression oft durch mürrisches, ablehnendes  und manchmal auch aggressivem  Verhalten kaschiert.

Bei einer Manie zeigt der Betroffene eine intensive aber unbegründete gehobene Stimmung die sich bis zur Gereiztheit und Umtriebigkeit steigern kann, bis hin zu einer hemmungslosen, unkritischen und unangemessener Risikobereitschaft. Die Betroffenen sind im Denken und Ihrer Aktivität beschleunigt. Besonnenheit und überlegtes selbstkritisches Verhalten sind krankheitsbedingt reduziert.

Sowohl bei der Manie als auch der Depression treten häufig Schlafstörungen und Störungen des Appetits auf. Manie und Depression können im Wechsel auftreten (bipolare Störung). Am häufigsten ist aber eine depressive Episode in unterschiedlichen Ausprägungsgraden, ohne Manie anzutreffen. Bei affektiven Störungen ist dringend eine psychotherapeutische Behandlung in Kombination mit einer medikamentösen Therapie indiziert.

Externer Verweis: www.bipolar-forum.de, www.deutsche-depressionshilfe.de/